Das digitale Lernen

Das digitale Sprachen lernen

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Die Corona-Pandemie ist zwar nicht der Startschuss für das digitale Arbeiten und Lernen, doch es fördert Home-Office und Home-Schooling immens. Vor allem im Home-Schooling lamentieren die SpachlehrerInnen, dass die Schüler nicht effektiv unterrichtet werden können. Doch auch Präsenzunterricht mit Nase-Mund-Schutz erweist sich kaum als bessere Alternative. Das Problem liegt jedoch eher in der Tatsache, dass die digitalen Medien bisher in den Schulen stark vernachlässigt wurden. So sind denn alle Beteiligten überfordert: Schüler, Eltern, Lehrer. Kaum verwunderlich, dass hier schon über eine "verlorene Generation" geunkt wird.

Das digitale Sprachen lernen

Das Reisen ist seit März 2020 kaum möglich - mit Ausnahme der Sommermonate. Warum sollten Menschen dann überhaupt noch Sprachen lernen? In der Schule macht es manchen gar keinen Spaß und im Home Schooling gab es plötzlich nur noch Aufgabenblätter. Das ist jedoch nicht für jeden ein Nachteil. Manche Kinder und Jugendliche können endlich besser lernen als in unruhigen Klassen pubertierender Schüler. Wie wäre es, wenn die Lehrkräfte nun vermehrt Videos oder mehrsprachige Konferenzen mit Partnerschulen im Ausland einsetzen würden? Gelegentlich liest man von solchen innovativen Strategien im Internet.

Meine Tochter entdeckte zum Beispiel die vielen Youtube-Videos und plötzlich verstand sie die spanische Grammtik viel besser. Sie schrieb ihre E-Mails auf Spanisch wenn sie die Aufgaben abgab. Und sie bekam regelmäßig großes Lob von der Lehrerin. Für sie war es schade, dass ausgerechnet diese Leistungen nicht in die Jahresnote einflossen.

Auf dem freien Markt hat sich das digitale Sprachenlernen schon lange etabliert. Meiner Wahrnehmung nach gab es im vergangenen Jahr zehnmal so viel Werbung für Online-Sprachkurse als vorher. Für die Sprachschulen ging und geht es dabei noch immer um das Überleben. Doch viele Lehrer sind sehr kreativ geworden. Wer schon lange an und mit Videos und interaktiven Lernmöglichkeiten arbeitet, hat nun sehr gute Karten. Auch die Schulbuchverlage haben schon länger digitale Angebote, die endlich genutzt werden.Da gibt es sogar interaktive Übungen, die nur darauf gewartet haben, endlich entdeckt zu werden.

Neue Möglichkeiten für Gateway to Language Learning

Ich habe mich selbst auch intensiver im Netz umgeschaut, denn ich möchte meine Lieblingstools zum Sprachenlernen nicht nur online verkaufen, sondern auch bequem im Unterricht über Zoom einsetzen können. Natürlich kann ich meine pdf-Mindmaps zeigen und entweder die Whiteboard-Funktion nutzen, oder gleich in Worddateien vor den Augen der Schüler schreiben. Solches Material kann ich dann auch per E-Mail verschicken. Neuerdings habe ich aber auch das Arbeiten auf Google-Drive entdeckt: Ab sofort kann auch der Schüler die Datei vor meinen Augen bearbeiten!

Im vergangenen Mai bereits habe ich ein Seminar über das Erstellen und Schneiden von Videos besucht - natürlich online. Danach folgten Seminare über Storytelling. Seitdem sammle ich Geschichten aus meinem Leben über Fremdsprachen und das Lernen. All das will nun umgesetzt werden. Ich stehe also wieder vor einer Zeit des Experimentierens und der Weiterentwicklung. Das erste Produkt der neuen Ära gibt es derzeit bis Ende des Monats (28.2.2021) noch kostenlos im Shop: die Mindmaps zur japanischen Sprache.

Jetzt entwickle ich selbst einen E-Learning Kurs, der sowohl das selbständige Lernen im eigenen Tempo ermöglicht, als auch die Möglichkeit bietet, mit einem Sprachencoach (mir) Kontakt aufzunehmen um individuelle Fragen zu klären. Für mich persönlich hat das neue Jahr sehr gut begonnen und ich freue mich auf die weitere Entwicklung. sowie den regen Austausch mit Kollegen und Lernenden.