Mindmap zum Verb "to have" Birkenbihl inspiriert - Birkenbihl inspiriert

Inspiration Birkenbihl für unsere Kurse

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Am 9. Juni 2018 war ich in Leipzig zur Fortbildung in Sachen "Sprachenlernen mit der Birkenbihl-Methode". Dafür gab es sogar ein Zertifikat mit Anerkennung durch das Kultusministerium Sachsens.

Den Kurs leitete Jacqueline Pentrack, die in den Birkenbihl Methoden voll ausgebildet ist. Sie hat sich hauptsächlich auf Englisch-Training für Wiedereinsteiger spezialisiert. An diesem Tag waren jedoch weniger Englischlernende anwesend, als viel mehr Lehrende, die neue Impulse für ihren eigenen Unterricht suchten. Die Urkunden wurden von Daniela Böhm in Vertretung der Veranstalter TwinEvents überreicht. TwinEvents führt mit Seminaren zum gehirn-gerechten Lernen das Lebenswerk von Vera F. Birkenbihl fort.

Birkenbihl in unseren Sprachkursen

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts war ich von gewissen Techniken von Vera F. Birkenbihl inspiriert und integrierte das Dekodieren und Rückdekodieren schon sehr früh in meine Lernmaterialien. Mit der Zeit entdeckte ich die Kraft der Farben: farbige Linien und Buchstaben können grammatische Strukturen verdeutlichen. Seit der Zusammenarbeit mit ISONO International GmbH ist auch das passive und das aktive Hören in unsere Kurse integriert. Doch das reicht uns noch lange nicht.

In Leipzig erlebten wir in einer kleinen Gruppe, wie man mit Mindmaps Wissen vermittelt und mit Aktivitäten dieses Wissen festigen kann. Nicht nur Kinder spielen gerne und lernen scheinbar zufällig dabei. Auch Erwachsene lernen leichter mit Spielen, denn es macht vor allem Spaß. Inspiriert von diesem Fortbildungstag und der intensiven und aktiven Auseinandersetzung mit weiteren Aspekten der Birkenbihl-Methoden gibt es nun wichtige Anpassungen im Aufbau unserer Sprachkurse:

Wichtige Anpassungen im Lernprozess:

Die Synaspeach-Sprachkurse in Zusammenarbeit mit ISONO International GmbH ermöglichen das einfache und schnelle Erlernen der Grundbegriffe einer Fremdsprache. Wir strukturieren unsere Sprachkurse so, dass man eine Fremdsprache nahezu auf die gleiche Art und Weise erlernen kann, wie man als Kleinkind die Muttersprache verstehen und sprechen lernte. Allerdings geht es um einiges schneller, denn wir haben ja schon ein Weltbilld. Die neue Sprache wird als parallele Ausdrucksweise in ein bestehendes Wissensnetz eingebaut. So glauben wir, dass man in 49 Tagen bereits zu sprechen anfangen kann. Innerhalb von 2 Tagen Intensivtraining kann ein Niveau erreicht werden, auf dem einfache Alltagskommunikation möglich ist.

Sprachenlernen mit ISONO

  1. Passiv Hören mit dem ISONO-Gerät: Wie bereits zuvor, beginnen wir mit einer Phase von 3 Wochen (21 Tagen) absolut passiven Lernens mittels der Schallgeber über die Haut. Täglich zweimal 1 Stunde sind genug.
  2. Deutsche Übersetzung des Audiotextes lesen: Ab der 4. Woche beginnt der Lerner sich aktiv mit dem Audiotext zu beschäftigen. Dazu bekommt er Lehrmaterial an die Hand, das eine deutsche Übersetzung des Audiotextes enthält. Er kann jetzt beginnen, sich über Kopfhörer das Audio über die Ohren anzuhören.
  3. Aktiv Hören: Ab der 5. Woche liest der Lerner abschnittweise die mit der Übersetzung zusammen gelieferte Dekodierung ins Deutsche mit während er das Audio über die Ohren hört. Dabei kann es notwendig sein, das Audio zwischendurch zu stoppen, wenn man nicht schnell genug mit den Augen folgen kann. Deshalb empfehlen wir, für diesen Schritt das Audio vom PC abzuspielen. In dieser Phase werden im Kontext Vokabeln gelernt und als Synonyme zu den muttersprachlichen Begriffen abgespeichert.
  4. Selbstaktivierung oder Aktivierungskurs: Ab Ende der 7. Woche (Tag 48 und 49) macht es Sinn, sich nun auch selbst in der neuen Sprache auszudrücken. Dafür gibt es viele Wege: Als Selbstaktivierung bezeichnen wir alle Maßnahmen, die der Lerner dann ohne unsere Begleitung ergreift. Volkshochschulkurs, Gespräche im Tandempartner, Videos, youtube, Musik hören, Chat mit muttersprachlichen Freunden. In diesem Fall wird die Lernkurve gemächlich ansteigen. Wer schnelle Resultate erzielen möchte, hat die Gelegenheit in einem 2-tägigen Intensivkurs durchzustarten. Diesen nennen wir Aktivierungskurs.

Noch mehr Birkenbihl Techniken

Weitere Techniken für das gehirn-gerechte Lernen haben ihren Weg in unser systematisches Lernmaterial für den Aktivierungskurs gefunden:

Besonders beeindruckte mich, dass Jacqueline Pentrack das gesamte Seminar mit Birkenbihl-Techniken strukturiert hatte. Ihne Notizen waren allesamt in der Form von Mindmaps einer besonderen Art. Vielleicht haben Sie schon einmal von den Mindmaps nach Tony Buzan gehört, die besonders als brainstorming-Werkzeug bekannt sind. Jens Voigt von der Akademie für Lernmethoden hat eigene Regeln aufgestellt, die besonders zum Lernen geeignet sind. Diese einfache Strategie, Wissen übersichtlich und systematisch vereinfacht darzustellen haben wir aufgegriffen und die ersten Mindmaps zur spanischen und englischen Grammatik produziert.

Wer einen Aktivierungskurs mit mir vor Ort bucht, wird außerdem noch in den Genuss von speziellen Spielen zum Sprachtraining kommen. So habe ich mir zum Beispiel einen Vorlagenblock für das Spiel "Snail-Rail" zugelegt. Die Vorlagen können nun nach Bedarf mit Vokabeln bestückt werden, die geübt werden sollen.

Der größte Unterschied zum prüfungsorientierten Spachunterricht an der Schule und im Studium ist der Fokus auf dem Erfolg. Interessant ist nicht, was wir (noch nicht) können, sondern einzig und allein der Fortschritt, den der Lerner bei jeder Beschäftigung mit der Sprache (in manchmal kleinen Schritten) erzielt. Wir konnten uns ja auch nicht sofort perfekt in komplizierten Sätzen in unserer Muttersprache ausdrücken. Doch wenn wir erst einmal anfangen und dann täglich üben, meistern wir jede Sprache, die wir wirklich lernen wollen. Deshalb heißt es ja auch nach der Aktivierung DRANBLEIBEN.

Wie geht es weiter?

Dranbleiben kann man auf vielfältige Art und Weise tun, wie bereits bei der Selbstaktivierung aufgelistet. Am besten ist es, wenn man nach einem intensiven Aktivierungskurs gleich für ein paar Wochen in ein Land begibt, an dem die neue Sprache gesprochen wird. Das mag anfangs etwas anstrengend sein, doch mit jedem Tag versteht man mehr und erlebt die tollsten Erfolge in der Kommunikation mit den Muttersprachlern. Erst im vergangenen Monat erlebte ich selbst wie gut ich inzwischen Spanisch verstehe und spreche. Bei meinem Berlin-Aufenthalt in einer bolivianischen Familie verstand ich jeden Tag ein bisschen mehr, auch wenn ich kaum etwas sprach. Bei unserem Aikido Seminar in der Rhön jedoch, sprach ich viel mit den drei Teilnehmern aus Valencia und störte mich nicht daran, wenn ich nicht alles verstand. Wenn es gar nicht anders ging, dann sprachen wir auch mal Englisch...