Chinesisch lernen mit ISONO Unterstützung

Chinesisch-Lernen 2. Teil: Aktiv Hören

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Wie bereits berichtet, habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, Chinesisch zu lernen. Und ich lasse mir dabei von meinem ISONO-Gerät helfen. Inzwischen sind die 28 Tage rein passiven "Hörens über die Haut" vorbei und jetzt kommt die zweite Phase: aktiv hören.

Ich habe es tatsächlich geschafft, jeden Tag die 2 Stunden das Gerät anzulegen. Zugegeben - manchmal war das schon eine Herausforderungen wenn ein Tag voller Termine außerhalb meines Büros war. Dann kam es auch schon mal vor, dass ich die 2 Stunden am Stück gemacht habe - am späten Nachmittag oder gar abends. Meistens hing das Gerät während meiner Arbeit am Computer an meiner linken Hand. Da störte es am wenigsten, denn ich bin Rechtshänderin. Im Laufe der Zeit kam mir für das Zeitmanagement auch die Idee, dass ich mir einen Timer stellen könnte. Denn wenn ich bei der Arbeit am Computer so richtig im Flow bin, vergesse ich gerne die Zeit...

Zweite Phase beim Chinesisch-Lernen: Aktiv Hören

In der ersten Phase war ich wie das ungeborene Kind und habe nur über die Haut und das vestibuläre System Chinesisch gehört. In meinem Alltag habe ich so gut wie gar keine Möglichkeit Chinesisch zu hören. Aber seit dieser Woche bin ich nun wie das Neugeborene und höre nun auch über die Ohren. Als ich mir diese Audiodatei selbst zusammenstellte, habe ich nicht vermeiden können, diese auch zu hören. Doch das war damals nur Kauderwelsch und ich hätte niemals irgendwelche Regelmäßigkeiten in der Stimmlage bemerken können.

Dies ist jetzt anders. Ich verstehe zwar immer noch nur die paar Wörter, die ich schon lange kenne. Doch die Aussprache ist jetzt viel deutlicher und ich erwische mich dabei, wie ich im Geiste teilweise schon mitspreche. Es scheint ganz, als ob ich Chinesisch hören gelernt habe, ganz so wie es Dr. Alfred Tomatis als Voraussetzung für das Sprechenlernen fordert. Diese erste Woche des "aktiv Hörens" werde ich nichts anderes tun, als neben einer Sitzung mit dem ISONO-Gerät, nur auch 1 Stunde lang über die Ohren zu hören.

Aktiv hören nach Vera F. Birkenbihl

Außer Dr. Alfred Tomatis ist auch Vera F. Birkenbihl eine große Inspiration für meine Sprachlernmethode. In ihren Sprachkursen fängt man immer mit dem aktiv Hören an. Sie bietet die Dialoge des Audios immer dekodiert an. Das heißt, unter jedem Wort in der Fremdsprache steht ein deutsches Wort, das auch die Grammatik widerspiegelt. Die Aufgabe ist hier, während des Hörens die Dekodierung mitzulesen. So lernt man zum Einen die grammatikalische Struktur kennen, aber auch die richtige Satzstellung der Worte in der Fremdsprache. Als wir unsere Muttersprache lernten, hat uns das ja auch niemand erklärt bis wir uns in der Schule ganz systematisch damit beschäftigten.

Solches Material habe ich für meinen Chinesisch-Sprachkurs nicht. Ich muss es mir also selbst erarbeiten. Das hat natürlich einen sehr hohen Lerneffekt. Ich werde den Vokabeln eine deutsche Entsprechung zuordnen. Dann mache ich mir über die Grammatik Gedanken damit ich sie so markieren kann, dass die Regeln ersichtlich (im wahrsten Sinne des Wortes - sichtbar) werden. Mehr dazu nachdem ich diese Arbeit begonnen habe....

Vera F. Birkenbihl bietet zwei Arten von Dekodierung an:
Das harte Dekodieren orientiert sich ganz streng an der Fremdsprache und produziert dadurch - je nach Fremdsprache - sehr komisches "Deutsch". Für meinen Chinesischkurs - und überhaupt bei den Sprachkursen von GLL bevorzuge ich diese vorgehensweise.

Beispiel:
I have been wanting to learn Chinese for more than twenty years.
Ich habe gewesen wollend zu lernen Chinesisch für mehr als zwanzig Jahre.

Das weiche Dekodieren berücksichtigt auch deutsche Grammatik und Redewendungen. Diese Art zu dekodieren wähle ich vor allem bei der Aufbereitung von Texten für Kinder.

Beispiel:
I have been wanting to learn Chinese for more than twenty years.
Ich habe gewollt zu lernen Chinesisch für mehr als zwanzig Jahre.

Das Dekodieren ist viel Arbeit, die Gateway to Language Learning den Kunden abnimmt. Wer bei uns eine Fremdsprache lernt, braucht dann nur noch beim aktiv Hören die die Dekodierung mitlesen. Außerdem nutzen wir auch Farben um die Grammatik noch besser sichtbar zu machen. Die von Vera Birkenbihl selbst herausgegebene n Sprachkurse sind zwar dekodiert, doch plädierte sie dafür, dass die Lernenden selbst die Farbstifte in die Hand nehmen. Schließlich fördern solche Aktivitäten ebenfalls das Zusammenwirken der beiden Gehirnhälften: unabdingbar für gehirn-gerechtes Lernen.

Vorbereitung auf den Aktivierungskurs

Jetzt sind es auch nur noch 4 Wochen bis ich idealerweise einen Aktivierungskurs mache. Also wird es auch an der Zeit, dass ich mir eine Lehrerin suche. Bisher kenne ich allerdings noch keinen Chinesischlehrer, der nach der Birkenbihl-Methode unterrichtet.

Es gibt bei GLL auch die Möglichkeit, sich nur das Material zu besorgen und dann selbst zu aktivieren: Mit einem eigenen Lehrer, einem Volkshochschulkurs oder vielleicht einem Tandem-Partner? Bei Facebook gibt es zum Beispiel eine Tandempartnergruppe, die Regional auf Frankfurt beschränkt ist. Doch es gibt auch eine Webseite, auf der im ganzen deutsch-sprachigen Raum Tandempartner zueinander finden können.

Unseren Kunden empfehlen wir, spätestens zum Eintritt in diese zweite Phase "aktiv hören" mit uns Kontakt aufzunehmen um entweder einen Aktivierungskurs zu buchen oder die Materialien für die Selbstaktivierung zu bestellen. Sie brauchen ja ab Woche 6 spätestens zum aktiv Hören im Sinne von Vera F. Birkenbihl die Dekodierung des Audiotextes.

Wollen auch Sie wissen, wie Sie mit dieser Strategie eine Fremdsprache lernen können? Dann schauen Sie doch auf dieser Seite vorbei.